Zum Inhalt springen

Künstler werden

„Künstler werden ist nicht schwer. Überleben aber sehr.“

So oder so ähnlich haben wir das ja schon Jahre lang von unseren Eltern, Freunden oder Lehrern vorgekaut bekommen. Dabei muss das gar nicht stimmen.

Es ist ein böser Glaubenssatz, der uns schon in unserem Unterbewussten Denken daran hindert, ein glücklicher Künstler zu sein, der auch Geld verdient und es auch auf dem Konto findet.

Sätze wie „Kunst ist kein Brotjob“ oder „was dir Spaß macht ist nichts wert“ oder „nur für harte Arbeit bekommt man Geld, für Talent (und Übung) aber nicht“ sabotieren unseren Erfolg.

Und diese Sätze sitzen oft ganz tief in unseren grauen Zellen. So tief, dass wir das leise Flüstern gar nicht mehr wahrnehmen.

Kreative Arbeit wird in weiten Teilen der Gesellschaft nicht als echte Arbeit anerkannt. Selbst viele Klienten / Kunden begegnen uns mit diesen Glaubenssätzen, wenn sie unsere Dienstleistungen und Produkte abwerten (indem sie am Preis rummaulen).

Aber mit kreativer und künstlerischer Arbeit ist durchaus Geld zu verdienen. Wir müssen nur umdenken und auf unser Geld beharren.

Im 1-zu-1-Kontakt fällt das vielen eventuell schwer. Zum Glück gibt es Wege, wie wir unsere inneren Hürden unterlaufen können. Dann können wir an anderer Stelle über uns hinaus wachsen.

Verkaufsplattformen

Es sind Shops, in denen fertige oder individuell angepasste Produkte angeboten werden können. Sie haben viele registrierte Nutzer, die häufig nach Neuem suchen. Die Wahrscheinlichkeit dort gefunden zu werden ist groß. Viel größer als bei einem eigenen Onlineshop.

Außerdem sind sie technisch ausgefeilt und sie machen es uns leicht, ans Geld zu kommen.

Vorteilhaft ist hier, dass es richtige Shops sind. Unsere Angebote werden als Produkte wahrgenommen. Bei Produkten in Onlineshops sind wir feste Preise gewöhnt. Das kommt uns zugute. Unsere Kunden kommen dann nämlich auch nicht so schnell auf die Idee, am Preis zu feilschen.

Alles, was wir brauchen sind überzeugende Bilder und gute Beschreibungen.

Viele Künstler werden über diese Plattformen richtig erfolgreich und können sich sogar eine Fangemeinde aufbauen.

Wenn du dir etsy mal genauer anschauen möchtest, habe ich hier ein super Angebot für dich. Mit einer Registrierung über meinen Link kannst du 20 Produkte kostenlos einstellen. So kannst du die Plattform erstmal für 3 Monate testen.

In der Zeit kannst du das ganze Drumherum aufbauen und kräftig deine Werbetrommel rühren.

Da wären wir dann schon beim nächsten Thema.

Werbung als Künstler

Es gibt sehr viele Künstler aber nur wenige machen erfolgreiche Werbung. Erfolgreiche Werbung ist zeitgemäß. Und viele Künstler sind nostalgisch.

Das ist ja auch gut. Handwerk hat wirklich etwas nostalgisches. Und Nostalgie ist romantisch. Das ist ideal. Denn Romantik ist zeitlos und auch heute noch sehr beliebt.

Es ist die „Verpackung“ die zählt.

Moderne Werbung ist digital. Die meisten Menschen haben ihr Smartphone immer dabei. Ich auch, während ich genau diese Zeilen hier für dich tippe.

Oft denken wir zu künstlerisch. Diesem Vergehen habe ich mich auch lange Zeit schuldig gemacht. Die Fotos, auf denen unsere Kunst zu sehen ist, werden oft selbst zu Kunst. Sie werden mit etlichen Effekten belegt und verschleiern damit das eigentliche Kunstwerk.

Die Bilder von unserer Kunst sollten klar, hell und ohne Effekte sein.

(Pin: gute Und schlechte Fotos von Kunst)

Modernes Marketing funktioniert über Bilder und Videos. Und wir sollten uns klar machen: wenn wir erfolgreich als Künstler Geld verdienen wollen, müssen wir Marketing machen. Auch wenn dieser Begriff negativ behaftet sein mag.

Verschiedene Marketing Arten für Künstler

Es ist ganz einfach. Wirklich. Denn als Künstler wollen wir doch ohnehin zeigen, was wir tun. Wir müssen nur die richtigen Kanäle für uns finden.

Käufer und Fans von Kunst lieben oft den Künstler, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen.

Das spielt uns in die Hände. Wir als Person stehen im Vordergrund. Die Kunden wollen nicht nur ein Stück Kunst sondern etwas von einer bestimmten Person kaufen.

Das kannst du in deiner Kommunikation mit den Fans natürlich einsetzen.

Wie kann man denn nun auf sich aufmerksam machen? Zum Beispiel über die sozialen Medien. Ich weiß, die kosten viel Kraft und Energie, damit man wirklich erfolgreich damit ist. Aber ganz ehrlich: Wollen wir erfolgreiche Influencer sein oder unsere Kunst mit Mitmenschen teilen? Eben. Ein Influencer teilt sein ganzes Leben im Internet und wird damit zu einem Popstar. Das ist aber gar nicht das, was wir wollen. Wir definieren unseren Erfolg komplett anders. Wir brauchen nicht 1 Million Follower. Wir möchten vielleicht lieber 500 Menschen in unserer Liste, die wirklich lieben, was wir tun. Vielleicht sind das sogar alles bereits bestehende Kunden, die in Kontakt bleiben möchten.

Prima! Dann zeige deine neusten Werke. Vielleicht gefällt ihnen ja mal wieder etwas. Und sie können dein Profil mit all deinen Werken auch mal ihren freunden teilen. Denn seien wir ehrlich: Wir sollten da sein, wo sich unsere liebsten Kunden aufhalten. Wenn sie auf Facebook sind, dann sollten wir ihnen dort zur Verfügung stehen. Sind sie auf Instagram, sollten wir es ihnen leicht machen, uns dort zu folgen und weiter zu empfehlen. Klingt ganz banal und logisch, oder? Ist es auch!

Aber nutze die sozialen Medien nicht, wie deine Kunden es tun. Deine Kunden sind dort meist Privatleute.
Du bist dort als Künstler. Also als Unternehmer.

Wenn deine Kunden Bilder ihrer Kinder, Haustiere und Gartenkräuter posten, dann tun sie das, weil sie sich mit ihren Freunden austauschen wollen.

Uns folgen sie aber nicht, weil sie sehen wollen, wie ihre Nichten und Neffen aufwachsen und ob es unserem Auto gut geht. Uns folgen sie, weil sie sich für unsere Kunst interessieren.

Also zeigen wir ihnen das, wofür sie sich interessieren.

Wenn du deine Kinderbilder und dein Mittagessen teilen möchtest, dann lege zusätzlich noch einen privaten Account an, in dem sich all deine rein privaten Freunde tummeln können.

Richtige Kommunikation mit Fans

Du legst also einen Account bei den Sozialen Netzwerken an. Das ist Schritt 1 für einen engen Kontakt mit ehemaligen und potenziellen Kunden. Sei dort wo deine Kunden sind und zeige ihnen, was sie sehen wollen.

Das heißt nicht, dass du von deinem Mittagessen erzählen sollst. Aber von dir als Person kannst du natürlich dennoch erzählen.

Do:

  • Zeige dich bei der Arbeit.
  • Zeige dich, wie du das Atelier aufräumst.
  • Zeige dich, wie du eine Führung veranstaltest.

Dont:

  • Zeige nicht dein Essen
  • Poste nicht ständig Portraits von dir
  • Poste nicht deine Füße am Strand.
  • Zeige dich nicht, wie du neben deiner Arbeit posierst. Das sieht zu schnell zu selbstgefällig aus.

Wichtig ist auch, dass du einen gewissen Mehrwert bietest. Das kann sehr unterschiedlich ausfallen. Vielleicht bringst du deine Leser zum Lachen. Oder du gibst wichtige Tipps zu deinem Thema. Frage deine Kunden und Fans, was sie am liebsten mögen.

Wenn sich deine Kunden und Fans mit dir verbunden fühlen, kaufen sie gerne. Du erreichst sie über Emotionen. Mach sie glücklich. Das machst du am leichtesten, wenn du ihre Bedürfnisse befriedigst.

Mach ihnen eine Freude. Sei kreativ, was das angeht.

Sehr beliebt sind auch Videos, in denen du zum Beispiel eine Nahaufnahme zeigst. Zum Beispiel wie deine Finger die Nadel in absoluter Präzision durch den Stoff führen. Wie du mit Tusche feine Details setzt. Oder wie du einem Päckchen den letzten Schliff mit einer kalligraphierten Adresse verleihst.

Als Künstler und Handwerker ist es gar nicht so schwer im Internet erfolgreich zu werden.

Du musst dich nur trauen, dich zu zeigen.

Und je nachdem, wie du Erfolg definierst, musst du dich nicht einmal an all die Kriterien halten, die Influencer für sich entdeckt haben.

Es kann schon reichen, all deinen Kunden zu sagen, dass du einen Account dort hast. Wenn sie dir folgen, wollen sie mehr von dir erfahren. Prima!

Wie du neue Interessenten und Kunden auf Instagram und Co. erreichen kannst, ist ein anderes Thema. Darüber geht es ein andermal. Das ist nämlich eine Wissenschaft für sich.

Vergiss nicht, auch zu sagen, dass ein Werk fertig und zum Kauf bereit ist, wenn du das jeweilige Bild postest. Mache ab und zu deutlich, dass deine Werke käuflich sind, damit deine Interessenten das auch merken. Das ist nämlich nicht offensichtlich.

Solange dein Werk noch in der Bearbeitung ist, kann es natürlich nicht gekauft werden. Also dokumentierte den spannenden Weg vom Steinklumpen zur Skulptur und biete es zum Schluss zum Kauf an. Sage deinen Interessenten zum Beispiel, dass du es auf Etsy eingestellt hast und dass sie es dort ganz einfach bezahlen können. Vergiss nicht den entsprechenden Link in deinem Profil einzustellen.

Wenig Zeit für Social Media als Künstler

Gerade, wenn du viel zu tun und wenig Zeit hast, würde ich dir Instagram empfehlen. Um deine Kunden bei Laune zu halten, ist das eine tolle Plattform. Alle deine Bilder werden in einer wunderschönen Galerie gesammelt. So sieht es auch nicht so leer aus, wenn du lange nichts mehr gepostet hast.

Bei Facebook steht oben immer, wann dein letzter Post online ging. Wenn das schon ein paar Wochen her ist, sieht es immer so aus, als wäre dein Account tot. Das ist ein negatives Zeichen für deine Follower.

Bei Instagram ist es etwas besser versteckt. Sie müssen erst auf deine Beiträge klicken, um zu sehen, wann dein letzter Post veröffentlicht wurde. Das ist ganz praktisch, wenn du längere Pausen hast.

Waren Ideen für dich dabei?

Sei der Erste der einen Kommentar abgibt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere